Fediverse: Die Macht der zehn Türme

Fediverse: Die Macht der zehn Türme

Die Geschichte des Fediverse:
Als im März 2003 Bomben auf Bagdad fielen, gebar eine weitere Macht, um die Welt zu knechten. In Menlo Park erhob sich ein all sehendes Auge. In der ganzen Grafschaft wurden Bilder von hübschen Frauen auf Geheiß aufgehängt und das Volk sollte abstimmen, welche die Schönste sei. Doch das Volk murrte. Viele verließen die fruchtbare Ebene um den Zuckerberg, um den Zugriff zu entgehen. Und so geschah es, dass weitab der Zuckerburg das freiheitliche Fediverse entstand …

Fediverse
Die 10 Türme im Fediverse

Ich könnte nun nach Art des Hauses und der dargebrachten Ouvertüre den Beitrag so weiter ausschmücken. Geschichten reihen sich an Geschichten. Aber es mag nun genug der Erzählungen sein.

Knechtschaft mit einhergehendem Ausverkauf der Daten oder Freigeist?

Die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten wird im engeren Sinne als Alternative bezeichnet. Eine Alternative zu Windows wäre Linux. Aber, nicht nur Fensterputzende Politiker aus München tun sich mit Linux schwer, auch Restwelt. Man müsste nämlich anfangen, das Wiederkäuen abzulegen. Und obwohl Linux sich heutzutage hinter Windows nicht verstecken muss, fristet es ein Nischendasein. Man bezahlt eben lieber für eine Schnüffelsoftware. Nicht anderes bei den sozialen Netzwerken. Als ich vor vielen Jahren bei Facebook saß, wechselte halb Deutschland von „wer kennt wen“ nach Facebook. Und nun?

Eine Alternative zu Facebook war für mich diaspora*, dennoch erstellte ich 2017 einen neuen Account auf Facebook. Ich wollte auch dort jemandem nah sein. Der Account ist inzwischen inaktiv, da mir dieses Netzwerk mit seinen Algorithmen, die mich kopfüber nach links drehen, nur Bauchschmerzen verursacht. Und wenn liebgewonnene Seelen/Freunde nach Likes und anderes Ausschau halten, die Erwartungshaltungen an Beiträge meinem eigenen Verständnis eines Freigeistes gegenläufig ist, dann läuft etwas verkehrt.

Über die Alternativen zur Zuckerburg habe ich schon geschrieben. In der Sidebar ist der Zugang zum Fediverse mit Mastodon/diaspora* immer zugegen, solange die Technik „WordPress meets Fediverse“ keinen Schluckauf bekommt.

Aber was ist das Fediverse?

Fediverse
Das Fediverse mit Mastodon und diaspora*

Das Fediverse ist das Gegenstück zum Facebook-Netzwerk mit WhatsApp, Instagram, Oculus VR und auch CTRL-Labs (Gedankensteuerung). Der ganz große Unterschied ist der, das Fediverse ist ein Ort von und für Freigeister. Die Eingangserzählung um die Zuckerburg hat sich wirklich so zugetragen. Da sieht man schon, welcher Geist der Burg innewohnt. Und dieser Geist ist durchtrieben bis zum Abwinken. Er hat sie nämlich alle hintenherum bekommen. Zwar nicht über seine Burg, sondern über Instagram. Und dort wird über das Schönheitsideal täglich abgestimmt.

(K)ein Platz für Eitelkeiten und Narzissen

’Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Liebe Nikkie ihr seid die schönste hier, aber Luba hinterm Zuckerberg im Fedivers’ ist 1000 Mal schöner als ihr.‘Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Liebe Nikkie ihr seid die schönste hier, aber Luba hinterm Zuckerberg im Fedivers’ ist 1000 Mal schöner als ihr.

User-Welt tickt nun mal sehr komisch derzeit und stolpert lieber likebesoffen dem Abgrund entgegen. Das über die Alternativen des Fediverse kaum bis gar nicht berichtet wird, könnte daran liegen, daß ein „knallhartes Schweigekartell“ zu Gange ist (Hinweis auf Mastodon).

Alle wollen berühmt werden. Medien halten sich nach Vorbild der ZEIT einen Influencer als „Haustier“. Es gilt die Botschaft glaubhaft zu verkünden, dass man in der Neuzeit angekommen ist. Sie verkaufen nicht nur ihre Seele noch an jedes dahergelaufene Like inklusive Follower, sondern auch ihre Besucher/Gäste. Es gibt genug Menschen, die per Auftrag in muffigen Büros den Content-Trampelpfad für die Meute ins Nirgendwo legen.

Aber, wie hieß es mal sinngemäß so schön aus Berlin? Arm an likes, dafür sexy. Das ist das Fediverse.

Das bisschen Freiheit gönn’ ich mir

Das war aber noch nicht alles. Es gibt noch mehr über das Fediverse zu lesen, weswegen dieser Beitrag entstand. Melli hat nämlich einen sehr schönen und verständlichen Artikel verfasst:

Das Fediverse mehr als nur eine gute Alternative zu Facebook und Co.

Manchmal ist weniger mehr und aus weniger kann auch mehr entstehen.
Wie wärs, man liest sich im Fediverse! :o)

Meli

Dem kann ich mich nur anschließen. Versucht es einfach mal. Man muss sich keinen Kopf um seine Daten machen und obendrein ist es sehr nett dort. Lauter Freigeister. Keine Algorithmen, die entscheiden, was ich zu lesen bekomme oder gar seltsam anmutende Zensurmaßnahmen, die darüber befinden, was mir und den Mitbewohnern zuzumuten ist. So wie früher, als Telekom und 1&1 noch nicht als Seelenfänger in den Fußgängerzonen unterwegs waren, weswegen es den lobbygeschwängerten Bundestag samt (journalistischer) Kommerzwelt im Internet nicht gab. Das ist das Fediverse.

Und wie wird es um Facebook weitergehen? Im Fediverse haben die Seher Federkiel und Tintenfass noch nicht beiseite geräumt. Sie wissen um das, was in der Zuckerburg gärt und werden darüber berichten.

cu


Bildnachweis: Eigenanteil und Fediverse
reloaded 22.09.2022

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