Die “Bäppi La Belle-Show” aus Frankfurt

Die “Bäppi La Belle-Show” aus Frankfurt

Thomas Bäppler-Wolf (* 24. Dezember 1961 in Frankfurt am Main), im Volksmund Bäppi genannt, ist ein deutscher Politiker (SPD), Schauspieler, Entertainer, Travestiekünstler, Tanzlehrer und Choreograf. Frankfurter kennen ihn aus Rundfunk und Fernsehen. Andere von seinen CSD-DragQueen-Auftritten als „Bäppi La Belle“ in Frankfurt, Hanau und anderswo (die CSD-verantwortlichen Männer haben ihn regelmäßig gebucht). In Hanau wurde er sogar auf dem CSD als Trans*Aktivist angekündigt. Die in Hanau merken auch nix mehr …

Vielleicht müsste noch in seiner Biografie verhinderter Satiriker, Männerversteher und Provokateur hinzugefügt werden. Mit letzterer Eigenschaft hat er gerade seinen Meisterbrief bekommen. Vielleicht hat es deswegen Bäppi mit seiner kulturübergreifenden Art erwischt. Sein Posten als kulturpolitischer Sprecher der SPD in Frankfurt ist er seit gestern los.

Thomas Bäppler-Wolf (Bäppi):
Provokation als Stilmittel

Alt, weiß, männlich – Lieder unserer Jugend
von Ernst Neger bis Zigeunerjunge.

Da bleibt kein Wokeauge trocken 🤣.

(Thomas Bäppler Wolf (Bäppi)

Diese Ankündigung war ein Tropfen des Guten zu viel im Fass. Jetzt ist es übergelaufen.

Bäppi La Belle
Thomas Bäppler-Wolf

Allein genommen ist obiges Post in einer (a)sozialen Auffangstation nicht der Untergang des Frankfurter Abendlandes. Würden nicht so viele ihren Rassegedanken pflegen, das narzisstische Aufplustern in den (a)sozialen Netzwerken, die allesamt Blut an ihren Händen haben (O-Ton aus dem amerikanischen Senat) zurückfahren, würde es viel ruhiger in den von schrumpfenden Kleinhirnen gesteuerten SM-Blasen zugehen. Denn entspannt gesehen …

  • Alt, weiß, männlich ist er ja. Und im Club der alten weißen Männer mit Glied (siehe Taunusbote).
  • mit Ernst Neger und dem Zigeunerjungen ist er bisschen durcheinander geraten.
  • kein Wokeauge bleibt trocken 🤣 . Stimmt, hat er ja irgendwo schon recht. Der Zuspruch beweist es.

Liedgut aus einer anderen Zeit

Ernst Neger, eine bekannte Stimmungskanone aus Mainz. Karnevalist durch und durch, bis er auf eine andere Ebene gegangen ist, nicht mehr unter uns anzutreffen war. „Heile, heile Gänsje“ oder „Humba, Humba Täterä“ waren/sind Evergreens, die man heute noch singt – nicht nur in Mainz zur närrischen Zeit.
Und der „Zigeunerjunge“ ist ein Schlager von Alexandra. War neben „Mein Freund, der Baum“ ein Hit hierzulande. Wobei „Mein Freund, der Baum“ somit der erste Umwelthit war. Da hatten die Bäume aber noch keine Freundschaften untereinander geschlossen. Später schon. Und dann, dann kam „Karl“. Es folgte das erste große Baumsterben.

Er hätte eben Interpret und Liedgut nicht so vermengen, ein „Heile Gänsje“-Pflaster beilegen sollen. Von Alexandra bis Ernst Neger. Oder „Humba, Humba tätärä“ und „Zigeunerjunge“. Das ist natürlich stilistisch auch ein Fehlgriff in den Frankfurter Kulturbeutel, aber bei Bäppi merkt mer des net sooo. Siehe CSD/Fan-Gemeinde in Frankfurt und Hanau.

Und natürlich hat er bewusst diese Wortwahl gewählt. Vielleicht leidet er auch unter einer Phobie! Das sollte man mitbedenken. Die ist heut überall anzutreffen. Vielleicht hat er eine Art Gynophobie, Wokephobie oder so, ne? Ich hätte auch schon solche Symptome. Sagt Frau. Zudem ist er ja auch Kulturbeauftragter der Frankfurter SPD im Römer gewesen. Und das spricht für die Wokephobie, die Bäppi hat. Er hätte ja auch Willy Schneider nemme könne! Hat er aber nicht. Das hätte niemanden aufgeregt, schon gar nicht die Woker:innen. Die kenne den gar net. Oder „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, ist von der Knef. Das wär’s gewesen. Da hätte er richtig fette Punkte machen können.
Aber nein, Kampf den Woker:innen. Lieber Bäppi, die sind nicht mal den Atemzug wert, den Du seit Monaten gegen sie aufbringst. Auch wenn es Dich freut, von der FR und Jutta so bedacht zu werden.

@ Bäppi: Aber so ein bisschen weniger sexistisch und prollig würde Dir auch besser zu Gesicht stehen. Wie bist Du nur zum Job des Kulturbeauftragten in der SPD gekommen? War eine Geschichtsdekade früher, als Pausenclown in der Frankfurter Gesellschaft, ne?
Dass Du gegen das Gendern zu Felde ziehst, ist ok, machen alle alten weißen Männer, aber gegen Deine Wokephobie solltest was unternehmen. Liest sich bedenklich auf Deinem Kulturkanal. Ehrlich.

Aber …

Jetzt hat er weit im Vorfeld schon ganz viel neben sich vorbei gegriffen.

„Seit Silvester wissen wir, das, was wir da hatten, das ist das Beginning Link – weit vor den Affen und ohne Gehirn.“

Thomas Bäppler-Wolf

oder

… er bezeichnete „Die Partei“ als ein „widerliches Pack“, das „entsorgt“ werden müsse.

Wokephobie
Einen Helden hat Bäppi

Früher haben sie ihn geknuddelt, heute prügeln sie ihn sinnbildlich aus Amt und Würde. Wobei, wieso hat das bei der SPD so lange gedauert?

Aber gut, in Berlin sind se ja auch recht tröge, vom Innenministerium bis ins Kanzleramt, warum soll’s uff’m Land, in Frankfort annerst sei? Aber er darf in der Partei bleiben. Der Fraktions- und Parteiausschluss ist kein Thema.

Die Ökolinx-Stadtverordnete Jutta Ditfurth schrieb auf X:

„SPD zu opportunistisch, den Rassisten Bäppler aus Partei zu werfen. SPD im Römer zu feige, ihn aus Fraktion zu werfen. Was will die SPD bei Demos gegen rechts?“

Jutta Ditfurth

Vielleicht sollte ich mein queeres Engagement ablegen, in die SPD eintreten?